Beeindruckende Skyline von Hamburg mit Hafen, Elbphilharmonie und Michel – Die Top 20 Sehenswürdigkeiten in Hamburg.

Die Top 20 Sehenswürdigkeiten in Hamburg

Hamburg hat mehr zu zeigen als die meisten deutschen Städte. Hafen, Elbe, Kiez, Kultur – hier reiht sich ein Highlight ans nächste. Wer die Stadt besucht oder neu entdecken will, braucht einen Plan. Hier sind 20 Sehenswürdigkeiten, die man in Hamburg gesehen haben sollte. Die Reihenfolge ist kein Ranking – jeder dieser Orte steht für sich.

1. Speicherstadt und Wasserschloss

Die Speicherstadt ist der größte zusammenhängende Lagerhauskomplex der Welt – seit 2015 UNESCO-Weltkulturerbe. Die roten Backsteingebäude stehen auf Eichenpfählen direkt im Wasser. Ursprünglich wurden hier Kaffee, Tee, Gewürze und Tabak gelagert. Heute sitzen Agenturen, Museen und Ausstellungen in den alten Gemäuern. Das Wasserschloss auf der Halbinsel zwischen zwei Fleeten ist einer der beliebtesten Foto-Spots der Stadt. Abends, wenn die Brücken beleuchtet sind, lohnt sich ein Spaziergang besonders.

2. Elbphilharmonie

Das Wahrzeichen der Stadt. Seit der Eröffnung 2017 zieht der Konzertbau auf dem alten Kaispeicher A Besucher aus aller Welt an. Die Plaza auf 37 Metern Höhe ist kostenlos zugänglich und gibt einen Rundumblick über den Hafen, die Speicherstadt und die HafenCity. Die Akustik im Großen Saal gehört zu den besten weltweit. Tipp: Das kostenlose Plaza-Ticket vorher online sichern – an gut besuchten Tagen spart das lange Wartezeiten.

3. Reeperbahn und St. Pauli

Was passiert, wenn man Rockmusik, Theater und Nachtleben auf eine einzige Straße packt? Man bekommt die Reeperbahn. Zwischen Spielbudenplatz und Große Freiheit wird jede Nacht gefeiert. Aber der Kiez ist mehr als Bars und Clubs. Das Schmidt Theater, das Operettenhaus und kleine Live-Musikbühnen machen die Meile auch kulturell spannend. Tagsüber wirkt die Straße fast unscheinbar – das ändert sich ab Einbruch der Dunkelheit schlagartig.

4. Hamburger Hafen und Landungsbrücken

Die Landungsbrücken sind der Dreh- und Angelpunkt am Hafen. Von hier starten Hafenrundfahrten, Fähren nach Finkenwerder und der Fußweg Richtung Fischmarkt. Die Architektur der Anleger geht auf die Kaiserzeit zurück. Der Pegelturm am östlichen Ende zeigt den aktuellen Wasserstand der Elbe an. Wer Geld sparen will: Die HVV-Fähre Linie 62 fährt zum normalen Ticketpreis durch den Hafen – gleiche Aussicht, Bruchteil der Kosten.

5. Miniatur Wunderland

Die größte Modelleisenbahn der Welt. Auf über 1.500 Quadratmetern fahren Züge durch Miniaturlandschaften – von Hamburg über die Alpen bis nach Rio de Janeiro. Flughäfen, Fußballstadien und ganze Städte sind bis ins kleinste Detail nachgebaut. Die Besucherzahlen gehören zu den höchsten aller deutschen Sehenswürdigkeiten. Tickets sollte man unbedingt vorher online reservieren. Wer spontan kommt, steht oft vor verschlossenen Türen.

6. Michel – St. Michaelis Kirche

Der Michel ist Hamburgs bekannteste Kirche und ein Orientierungspunkt, den man von weitem sieht. Der Turm ragt 132 Meter in die Höhe. Wer die 452 Stufen hochsteigt oder den Aufzug nimmt, wird mit einem Panoramablick über die ganze Stadt belohnt. Die Krypta unter der Kirche ist die größte in Norddeutschland und ebenfalls einen Besuch wert.

7. Alter Elbtunnel

Wie fühlt sich eine Zeitreise an? Ungefähr so wie ein Spaziergang durch den Alten Elbtunnel. 1911 eröffnet und bis heute in Betrieb. Der Tunnel führt unter der Elbe hindurch und verbindet die Landungsbrücken mit Steinwerder. Die gekachelten Röhren sehen fast noch aus wie vor über hundert Jahren. Autos werden per Aufzug nach unten gebracht – ein Schauspiel für sich. Auf der anderen Seite gibt es einen der besten Blicke auf die Hamburger Skyline.

8. Planten un Blomen

Hamburgs grüne Oase mitten in der Stadt. Der Park erstreckt sich vom Dammtor bis zur Messe. Im Sommer locken die Wasserlichtkonzerte am See – kostenlos und jedes Mal sehenswert. Dazu kommen ein Japanischer Garten, Spielplätze und große Liegewiesen. Im Winter verwandelt sich ein Teil des Parks in eine Eisbahn.

9. Binnenalster und Außenalster

Die Alster teilt sich in Binnenalster und Außenalster. Die kleinere Binnenalster liegt direkt am Jungfernstieg – Hamburgs Flaniermeile. Hier reihen sich Geschäfte, Cafés und Hotels aneinander. Die Außenalster ist mit rund 160 Hektar der größere Teil und ein Paradies für Jogger, Segler und Paddler. Der Rundweg misst etwa 7,4 Kilometer. Bei Sonnenschein ist hier halb Hamburg unterwegs. Wer sich auf eine Bank setzt und über das Wasser schaut, vergisst schnell, dass er mitten in einer Millionenstadt sitzt.

10. Fischmarkt

Jeden Sonntagmorgen ab 5 Uhr – im Winter ab 7 Uhr – herrscht Trubel auf dem Fischmarkt in Altona. Marktschreier verkaufen Fisch, Obst, Blumen und alles, was sich lautstark anpreisen lässt. In der historischen Fischauktionshalle spielt eine Live-Band zum Frühstück. Hier treffen Frühaufsteher auf Nachtschwärmer, die direkt von der Reeperbahn kommen. Hamburger Tradition seit 1703.

11. Grüner Bunker an der Feldstraße

Eine der neuesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Der ehemalige Flakbunker in St. Pauli wurde aufgestockt und begrünt. Das Ergebnis: ein 58 Meter hoher, bepflanzter Berg mitten im Stadtteil. Die öffentliche Dachterrasse gibt einen Rundumblick über Hamburg – von der Elbe bis zur Alster. Der Bunker ist gleichzeitig Gedenkort, Veranstaltungsraum und Stadtgarten. So etwas gibt es kein zweites Mal.

12. Chilehaus

Das Chilehaus im Kontorhausviertel sieht aus wie ein riesiger Schiffsbug aus Backstein. Der Bau von 1924 ist eines der bekanntesten Beispiele des Backsteinexpressionismus. Über 4,8 Millionen Ziegel wurden verbaut. Zusammen mit dem Rest des Kontorausviertels gehört es seit 2015 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Von außen beeindruckt die spitz zulaufende Fassade. Von innen lohnt sich ein Blick in die Treppenhäuser.

13. Mahnmal St. Nikolai

Die Ruine der ehemaligen Hauptkirche St. Nikolai ist ein Mahnmal für die Opfer des Zweiten Weltkriegs. Der Turm steht noch und gehört mit 147 Metern zu den höchsten Kirchturmruinen der Welt. Ein gläserner Aufzug fährt nach oben. Die Aussicht lohnt sich – aber der eigentliche Grund für den Besuch ist die Ausstellung im Keller. Sie dokumentiert die Zerstörung Hamburgs im Feuersturm von 1943. Ein Ort, der nachdenklich macht.

14. Tierpark Hagenbeck

Hamburgs Zoo mit Tradition. Carl Hagenbeck revolutionierte Anfang des 20. Jahrhunderts die Tierhaltung, indem er auf Gitterstäbe verzichtete und stattdessen Freianlagen baute. Dieses Konzept prägt den Park bis heute. Neben dem Tierpark gibt es das Tropen-Aquarium mit Krokodilen, Haien und tropischen Fischen. Ein Ausflug hierher lohnt sich für Familien genauso wie für Erwachsene ohne Kinder.

15. Museumshafen Oevelgönne

Direkt am Elbstrand in Oevelgönne liegen historische Schiffe vor Anker. Restaurierte Dampfschlepper, Segelschiffe und Feuerschiffe geben einen Eindruck davon, wie die Hamburger Seefahrt früher aussah. Der Museumshafen ist frei zugänglich. Wer danach noch Lust hat: Nur ein paar Schritte weiter liegt der Elbstrand – der wohl entspannteste Ort mit Hafenblick in der ganzen Stadt.

16. Treppenviertel Blankenese

Blankenese liegt elbabwärts und fühlt sich an wie ein Fischerdorf – mitten in Hamburg. Rund 5.000 Stufen verbinden die Häuser am Hang mit dem Elbufer. Die engen Gassen und alten Kapitänshäuser erinnern eher an eine Mittelmeerstadt als an Norddeutschland. Wer gut zu Fuß ist, sollte sich treiben lassen. Am Strandweg unten gibt es im Sommer Eis und Kaffee mit Elbblick.

17. Hamburger Rathaus

Das Rathaus am Rathausmarkt ist Sitz der Bürgerschaft und des Senats. Der Bau im Neorenaissance-Stil stammt von 1897 und zählt 647 Räume – mehr als der Buckingham Palace. Führungen durch die prunkvollen Säle finden regelmäßig statt. Der Rathausmarkt davor ist Schauplatz für Veranstaltungen – vom Weihnachtsmarkt bis zum Public Viewing.

18. Schanzenviertel

Kein Stadtteil in Hamburg polarisiert so sehr wie die Schanze. Das Viertel rund um die Rote Flora ist Hamburgs Szeneviertel. Kleine Läden, Cafés, Streetart an den Hauswänden und ein Publikum, das sich nicht in Schubladen stecken lässt. Zwischen Plattenläden und Restaurants herrscht eine eigene Stimmung. Die Schanze hat ihren rauen Charme bewahrt – trotz steigender Mieten und zunehmender Gentrifizierung. Abends füllen sich die Bars schnell.

19. Rickmer Rickmers und Cap San Diego

Kennt jeder vom Sehen, betritt kaum jemand: Die zwei Museumsschiffe an den Landungsbrücken. Die grüne Rickmer Rickmers ist ein Dreimaster von 1896, der jahrzehntelang über die Weltmeere segelte. Die weiße Cap San Diego ist ein Stückgutfrachter aus den 1960er Jahren. Beide Schiffe kann man von der Brücke bis zum Maschinenraum besichtigen. An Bord der Rickmer Rickmers gibt es ein Restaurant mit Hafenblick.

20. Stage Theater im Hafen

Hamburg ist nach New York und London die drittgrößte Musical-Stadt der Welt. Das Stage Theater im Hafen liegt auf der gegenüberliegenden Elbseite. Allein die Überfahrt mit dem Shuttle-Schiff ist ein Erlebnis – vor allem abends mit Blick auf die beleuchtete Skyline. Aktuell läuft hier „Der König der Löwen” – und das seit über 20 Jahren. Wer Musicals mag, kommt an diesem Ort nicht vorbei.

Hamburg steckt voller Ecken, die man gesehen haben muss. Diese 20 sind ein guter Anfang. Wer mehr Zeit mitbringt, findet in jedem Stadtteil noch eigene Geheimtipps – von der kleinen Kneipe in Ottensen bis zur Strandperle in Oevelgönne. Am besten einfach losziehen.